Fremdstoffe sind ein zentrales Problem bei der Baumwollverarbeitung. Der Umweltschutz hat die Chlorbleiche in den letzten Jahren vollständig verdrängt, gleichzeitig haben die Anforderungen an die Qualität eine erhebliche Aufwertung erlangt.
Folgende Fremdstoffe sind bei der Baumwollverarbeitung störend:
- Baumwollbezogene Verunreinigungen (Blätter, Stengel, Rinde, Schalenteile etc.)
- Verpackungsrückstände (Kunststoff, Jute, Hanf etc.)
- Organische Mineralien (Federn, Fell, Gras etc.)
- Anorganische Mineralien (Metalle, Drähte etc.)
- Chemische Verbindungen (Öle, Schmierfette, Teere etc.)
In Spinnereien erfolgt die Kontrolle der Rohbaumwolle unmittelbar nach der Ballenöffnung. Dabei werden in der Regel Videokameras eingesetzt. Derartige Systeme versagen jedoch, wenn die Verunreinigungen im sichtbaren Spektralbereich von der Baumwolle nicht zu unterscheiden sind. Das gilt für Materialien, wie Verpackungsrückstände und weiße oder farblose Kunststofffäden aus Polypropylen (PP) oder Polyethylen (PE). Bei der Messung der stofflichen Zusammensetzung mit der NIR-Messtechnik können solche Stoffe sicher identifiziert und ausgesondert werden. Für den Einsatz im Prozess sind die Messsysteme uniSPEC-MSI auf Grund der hohen räumlichen Auflösung besonders geeignet.